Standort: Unter den Linden 2, 10117 Berlin-Mitte
Das Zeughaus ist im Barockstil errichtet und das älteste Gebäude "Unter den Linden". Heute befindet sich im Zeughaus das "Deutsche Historische Museum".
Den ersten Wunsch zur Errichtung eines neuen Waffenarsenals hatte der "Große Kurfürst" Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1667. Der Pariser Hofarchitekt Blondel wurde mit der Planung beauftragt, diese wurde 18 Jahre später eingereicht, aus finanziellen Gründen aber nicht ausgeführt. Erst Kurfürst Friedrich III. liess 1695 den Grundstein legen. Die Bauausführung wurde von verschiedenen Baumeistern seiner Zeit in Angriff genommen, mehr oder weniger begabte. Das Ergebnis war ein von Baumängeln und Planungsfehlern belastetes Gebäude, am 5. August 1699 stürzte ein Pfeiler am Ostflügel ein, aufgrund der Wechsel der Baumeister konnte die Schuldfrage nicht geklärt werden. Erst mit Einsetzen von Jean de Bodt einem Glaubensflüchtling aus Frankreich, als Leiter des gesamten Bauwesens, wurden die Fehler nach und nach behoben und die Gestaltung den neuen Formen der französischen Klassik angepasst.
Bereits während der Bauphase, die offiziell mit Anbringung des vergoldeten Brustbildes von Friedrich I. als abgeschlossen galt, obwohl das Gebäude weit von seiner Fertigstellung entfernt war, führten Baumängel und Verwendung von billigen Materialien zum vorzeitigen Verfall des Gebäudes.
Nach Einsetzung des Soldatenkönigs Friedrich II. der mit extremer Sparsamkeit versuchte die maroden Staatsfinanzen zu sanieren, wurde der Bau als reiner Zweckbau verwendet. Wodurch die Innengestaltung im Vergleich zum prunkvollen Äußeren sehr schlicht ausgefallen ist. Erst nach Bewilligung weiterer Mittel konnte die Bauzeit nach 35 Jahren als beendet betrachtet werden.
Das Gebäude hat einen fast quadratischen Grundriss und misst 90 Meter Seitenlänge und verfügt über einen Innenhof mit 38 Metern Seitenlänge.
Nach Fertigstellung 1730 wurde das Zeughaus als preussisches Waffenarsenal bis 1876 genutzt. Eine lateinische Inschrift über dem Hauptportal sagt:
"Den Waffentaten zur Anerkennung, den Feinden zum Schrecken, seinen Völkern und Bundesgenossen zum Schutz, hat Friedrich I., der erhabene und unbesiegte König von Preußen dieses Zeughaus zur Bergung aller Kriegswerkzeuge sowie kriegerischer Beute und Trophäen von Grund auf erbauen lassen im Jahre 1706".
Im Jahre 1828 wurde eine Königliche Waffen- und Modellsammlung eingerichtet, die auch der Bevölkerung in einer Ausstellung zugänglich war. Während der Revolution 1848 wurde das Zeughaus und geplündert.
Kaiser Wilhelm I. liess 1877 das Zeughaus zur Ruhmeshalle der brandenburgisch-preussischen Armee umbauen, hier entstand ein Museum mit einer bedeutenden militärhistorischen Sammlung.
Während der Naziherrschaft hielt Hitler seine jährliche Märzansprache zum Heldengedenktag im Lichthof des Zeughauses, ansonsten diente das Gebäude in dieser Zeit der Kriegspropaganda.
Nach Kriegsende verfügte die Alliierte Kommandantur den Wiederaufbau des Gebäudes, erst bei den Arbeiten wurden die baulichen Mängel und der Verfall durch schlechte Planung, Bauausführung und billige Materialien ersichtlich, was zu folge hatte, dass das gesamte Gebäude entkernt werden musste und lediglich die Außenmauern stehen blieben. 1950 wurde beschlossen das Museum für deutsche Geschichte in dem Gebäude unterzubringen. Nach der Wende wurde das Gebäude und die Sammlung an das Deutsche Historische Museum übergeben, nach mehrjährigen Sanierungsarbeiten wurde die Dauerausstellung am 2. Juni 2006 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Öffnungszeiten: täglich 10.00 - 18.00 Uhr
Eintrittspreis: Tageskarte Euro 6,00 für alle Ausstellungen
Standort: an der S-Bahnstation (Ringbahn S41/42)Treptow an der Spree, südöstlich der Elsenbrücke
Der Treptower Hafen ist der größte Passagierschiffhafen Berlins und fest in der Hand von Stern und Kreis. Von hieraus starten die Dampferfahrten zum Müggelsee, nach Köpenick und zur Dahme sowie City-Fahrten über die Spree und den Landwehrkanal.
Am Treptower Hafen finden jährlich zwei Großveranstaltungen statt, die den beschaulichen Ort zu einem Touristengewimmel werden lassen. Das Treptower Hafenfest im April/Mai. In 2012 ist das Treptower Hafenfest für den 28. April bis zum 1. Mai angesetzt. Das Fest bietet den Besuchern ein breitgefächertes Musikprogramm, Rundfahrten mit historischen Dampfern und das große Feuerwerk "Treptow in Flammen" am Samstagabend. Der Eintritt zum Fest ist frei, für das leibliche Wohl sorgen die Verkaufsstände im Treptower Hafen.
Vom Treptower Hafen lohnt sich ein Spaziergang durch den Treptower Park, hier finden sich die Insel der Jugend, das sowjetische Ehrenmal, die Archenhold-Sternwarte und das Zenner - eines der größten Ausflugslokale Berlins mit sonntäglichem Schwof im Sommer.
Standort: Koordinaten: 52° 29′ 16″ N, 13° 22′ 53″ O
der Viktoriapark ist weniger unter seinem Namen bekannt, sondern wird üblicherweise als Kreuzberg bezeichnet. Der Kreuzberg ist das Denkmal im Viktoriapark.
Die Erhebung wurde Tempelhofes Berg genannt und seit dem 15. Jahrhundert wurde auf seinen Hängen Wein angebaut. Dieser Wein wird heute als Kreuz-Neroberger (Neroberg ist der Hausberg der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden) vom Bezirksamt ausschliesslich als Gastgeschenk vergeben. Der Wein ist nicht käuflich zu erwerben und wird von Weinkennern eher als ungenießbar bezeichnet. Für Wein zum Genießen sollte man auf Anbaugebiete zurückgreifen, die gute Weine produzieren.
Als Denkmal für die Befreiungskriege liess Friedrich Wilhelm III. im Beisein des russischen Zaren Alexander I. 1818 den Grundstein zum Nationaldenkmal legen. Die Einweihung des Denkmals erfolgte erst am 30. März 1821 in Anlehnung an die Erstürmung des Monmartre, daher bekam der Kreuzberg auch seinen Namen. Das Gusseiserne Denkmal wurde von Karl Friedrich Schinkel entworfen.
1888 entstand unterhalb und um das Denkmal, das um den Sockel erhöht wurde, da durch die wachsende Bebauung der Blick nicht mehr auf das Denkmal möglich war, der Viktoriapark mit einem 20 Meter hohen künstlichen Wasserfall, der nur zur Brunnensaison gespeist wird. Vom Herbst bis zum Frühjahr bleibt der Wasserfall trocken.
Den Viktoriapark mit dem Kreuzberg erreicht man am besten mit der U6 Mehringdamm oder Platz der Luftbrücke



Standort: Karl-Liebknecht-Str. 8, 10178 Berlin-Mitte zwischen Fernsehturm und Neptunbrunnen gegenüber dem Roten Rathaus.
Die St. Marien-Kirche ist eine der ältesten Kirchen Berlins, die heute noch sakral genutzt wird. Erstmalig im Jahre 1292 nachweislich erwähnt, steht die Marienkirche am Fuße des Berliner Fernsehturms, auf einem der betoniertesten Plätze der Stadt. Die Kirchengrundmauern wurden aus Findlingen und Geschieben (Gesteinmaterial durch Gletscherbewegung transportiert) gebaut, darauf sitzt ein roter Backsteinkörper im Stile der märkischen Gotik.
Die Marienkirche beherberg eines der bedeutendsten mittelalterlichen Kunstwerke Berlin, einen 22,6 Meter langen Fresko in der Turmhalle, der Totentanz. Da keine Informationen zum Alter dieses Wandgemäldes vorliegen, wurde vermutet, dass sich die Abbildung auf die Geschehnisse im Pestjahr 1484 beziehen. Die dazugehörigen Textverse sind die ältesten ihrer Art in Berlin.
Die Orgel in der Marienkirche stammt zu guten Teilen im Pfeifenwerk noch aus dem Jahr 1723 und wurde von Joachim Wagner erbaut.
Standort: Drei-Bezirke-Eck - Kreuzberg-Friedrichshain-Treptow in der Spree an der Elsenbrücke
Die Molecule Man symbolisieren das Zusammentreffen der drei Bezirke Kreuzberg (West-Berlin), Friedrichshain und Treptow (Ost-Berlin). Die Monumentalskulptur wurde 1999 von dem amerikanischen Bildhauer Jonathan Borofsky erschaffen um "....Ganzheit und Einheit innerhalb der Welt zu finden". Die Moleküle Man sind weithin sichtbar, von der Oberbaumbrücke, vom Spreeufer und am besten von der Elsenbrücke. Finanziert wurde das Monument von der Allianz, die ihren Sitz in den Treptowers direkt neben den Moleküle Man hat.
Standort: Berlin Mitte am Bebelplatz am Ende der Behrenstraße
Die St. Hedwigs-Kathedrale ist der größte und bedeutendste katholische Sakralbau in Berlin. Seit Gründung des Bistums Berlin im Jahre 1930 ist dieser Bau die katholische Bischofskirche am Forum Fridericianum, dem heutigen Bebelplatz. Bereits seit 1927 trägt sie die vom Papst verliehene Bezeichnung "Basilika minor", was ihre Bedeutung für die katholische Kirche im überwiegend protestantischen Berlin hervorhebt.
Erst Friedrich der Große erteilte die Baugenehmigung für eine katholische Kirche nach der Reformation. Das Gotteshaus wurde nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff und Jean Laurent Legeay gebaut und durch Spenden finanziert. Die Kirche wurde der Schutzpatronin Schlesien Hedwig von Andechs geweiht, da Friedrich der Große diesen Bau genehmigte, um den schlesischen Zuwanderern, die überwiegend katholisch waren, einen Ort zur Glaubensausübung zu schaffen.
Der runde Zentralbau orientiert sich am Pantheon in Rom, die Bauzeit erstreckte sich bis Ende des 19. Jahrhunderts, wobei die Kirche im 2. Weltkrieg völlig ausbrannte.
Der Wiederaufbau erfolgte bereits zu DDR-Zeiten, was die nüchterne und einfach Innengestaltung zeigt.



Der Bürgerpark von Pankow ist rund 12 ha groß und mit seinem imposanten Eingangsportal an der Wilhelm-Kuhr-Straße wirklich einen Besuch wert. Im Park selbst befinden sich diverse sehenswerte Skulpturen.
Der Park wurde 1856 in Privatbesitz Baron Killisch von Horn als italienischer Renaissancegarten gestaltet und ging 1907 in städtischen Besitz über. Der Park wird von der Panke durchzogen und diese teilt ihn in einen schmalen kleineren teil und eine große Fläche mit Spielplatz, Wiesen, Musikpavillon und Gastronomie.
Im Sommer werden hin und wieder Konzerte im Musikpavillon und die Park-Bibliothek hält für die Besucher neben Büchern, Zeitschriften und Spielen auch Stühle bereit, die ausgeliehen werden können. Der Rosengarten besticht durch seine Vielfalt und lädt in den Sommermonaten zum Verweilen ein. Aber auch im Winter bietet der Park durch seinen sehr alten Baumbestand Erholung vom hektischen Treiben auf den Straßen.



Standort: Koordinaten: 52° 34′ 14″ N, 13° 24′ 31″ O
Das Gebäude besteht aus zwei völlig unterschiedlichen Bauten, der ursprüngliche rechteckige - mit 14,7 mal 10,5 Metern- aus dem 15. Jahrhundert, gebaut mit Findlingen und Mauerwerk mit Backsteinkanten, beherbergt heute den Chor. Der Bau aus dem 15. Jahrhundert soll auf den Resten der ersten Kirche, die um 1230 errichtet worden ist, erbaut worden sein. Nach mehrfachem Umbau nahm 1832 Karl Wilhelm Redtel mit Unterstützung von Karl Friedrich Schinkel einen weiteren Umbau vor.
Der Neubau des Westteils wird von zwei Türmen flankiert und datiert aus den Jahren 1858/59 und ist ebenfalls in Backstein ausgeführt, der Umbau wurde von Friedrich August Stühle durchgeführt. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche erheblich beschädigt und erst 1953 wieder in seiner ursprünglichen Form aufgebaut.
1539 wurde die Kirche evangelisch.
Standort: Koordinaten: 52° 34′ 42,2″ N, 13° 24′ 20″ O
Gräfin Sophie Theodore zu Dohna-Schlobitten erwarb 1662 Ländereien weit vor den Toren Berlins in Niederschönhausen und Pankow. 1664 liess sie auf den Ländern des Rittergutes Niederschönhausen ein Herrenhaus und Meierei im holländischen Stil erbauen. Das Herrenhaus wurde mehrfach vergrößert und zum dreiflügeligen Schloss mit zwei Obergeschossen und der Kernbau um eingeschossige Bauten im Norden und Süden erweitert. Auch die Außenanlagen wurden ausgestaltet und als Barockgarten angelegt. Nach dem Tode Friedrich I. verfiel das Schloss und wurde nicht mehr vom Herrscher genutzt. Die Gemahlin des Kronprinzen Friedrich, Elisabeth Christine verliebte sich bei einem Besuch des Schlosses in seine Lage und nach der Krönung ihres Gatten zu Friedrich II. schenkte dieser Elisabeth Christine das Schloss Schönhausen und sie lebte fortan während der Sommermonate in Pankow und gestaltete die Außenanlagen zu einem Rokoko-Lustgarten um.
Nach dem Tod von Elisabeth Christine wurde das Schloss nur noch gelegentlich genutzt. 1828/1829 liess die Schwester der preussischen Königin Luise, Friederike von Mecklenburg-Strelitz den Park von Peter Joseph Lenné zu einem englischen Garten umgestalten.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liess man das Schloss zunehmend verfallen und nutzte es nur noch als Möbellager. Anfang des 20. Jahrhunderts und nach Ende der Monarchie ging das Schloss in preussischen Besitz über. Unter den Nationalsozialisten wurde es für Kunstausstellungen genutzt. Im zweiten Weltkrieg wurde es geringfügig beschädigt und fiel danach in sowjetische Hände, die es als Casino und später als Internat nutzten.
Mit der Gründung der DDR wurde das Schloss von der Sowjetunion an die DDR übergeben und diente bis 1960 als Amtssitz des Präsidenten, Wilhelm Pieck. Das Schloss diente als Kulisse für Staatsbesuche, so wurden hier Chruschtschow und Ho Chi Minh empfangen. Von 1960 - 1964 beherbergte das Schloss den Staatsrat der DDR, nachdem das Staatsratsgebäude in Mitte fertiggestellt war, wurde das Schloss Schönhausen zum DDR Gästehaus umfunktioniert. Hier logierten Gäste wie Indira Ghandi, Fidel Castro und Michail Gorbatschow.
Erst 2005 wurden die notwendigen Mittel für die Sanierung bereitgestellt, am 19. Dezember 2009 fand die Eröffnung statt. Im Erdgeschoss wurden einige Räume wie zu Zeiten von Elisabeth Christine wieder hergestellt. Der Festsaal mit seinem Rokoko-Interieur dient Konzerten, Lesungen und Empfängen. Im Obergeschoss werden die Repräsentationsräume wie zu Zeiten der DDR gezeigt.
Öffnungszeiten: November bis März - Samstag & Sonntag, sowie feiertags 10-17 Uhr
April bis Oktober - Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Besichtigungen nur mit Führung, die stündlich angeboten werden.
Eintrittspreise: Euro 6,00 / ermäßigt Euro 5,00, Fotoerlaubnis für private Nutzung Euro 3,00 (ohne Blitz und Stativ).
Standort: Koordinaten: 52° 31′ 12″ N, 13° 22′ 10″ O
Seit 2001 ist der Sitz des Bundeskanzlers in Berlin im zu diesem Termin fertiggestellten Bundeskanzleramt. In der Amtszeit von Helmut Kohl in Auftrag gegeben, durch die Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank entworfen und von Gerhard Schröder am 2. Mai 2001 bezogen. Das Bundeskanzleramt verfügt über einen Hubschrauberlandeplatz auf dem 7.000 Quadratmeter großen Grundstück, mit einer Gesamtfläche von 12.000 Quadratmetern und einer Höhe von 36 Metern übertrifft der Komplex die Berliner Traufhöhe, die mit 22 Metern vorgegeben ist, um 63% und ist eines der größten Regierungshauptquartiere der Welt und acht Mal so groß wie das Weiße Haus in Washington. Die Kanzlerwohnung verfügt lediglich über 200 Quadratmeter, die zum größten Teil von zwei Repräsentationsräumen eingenommen werden, dem eigentlichen Wohnbereich verbleiben nur 28 Quadratmeter, weniger als den meisten Studenten zur Verfügung stehen.
Im Tiergarten gelegen, grenzt es mit der West- und Nordseite an die Spree und blickt im Osten auf das Abgeordnetenhaus und im Südosten auf den Reichstag, im Südwesten grenzt es an die alte Kongresshalle, heute Haus der Kulturen der Welt.
Kritik üben die Mitarbeiter des Kanzleramtes an den weiten Wegen, die zurückgelegt werden müssen. Besucher sind nur unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen zugelassen, jede Besuchergruppe wird von BKA Beamten begleitet.
Im Kanzleramt ist bedeutende, zeitweise Monumentale Kunst beherbergt so steht dort die Eisenskulptur Berlin von Eduardo Chillida mit einer Höhe von 5,5 Metern und einem Gewicht von 87,5 Tonnen. Der Maler Markus Lüpertz verwandelte das zentrale Treppenhaus in sechs verschiedene Farbräume; Blau steht für die Weisheit, Umbra für Kraft und Stärke, Rot für Mut, Ocker für Gerechtigkeit, und Grün für Klugheit. Außerdem findet sich im Kanzleramt die Kanzlergalerie mit den Porträts der ehemaligen Kanzler.

Standort: Regierungsviertel - gegenüber Reichstagsgebäude und Bundeskanzleramt an der Spree.
Das Paul-Löbe Haus liegt gegenüber des Bundeskanzleramtes und direkt neben dem Reichstagsgebäude. Das Gebäude hat eine Länge von 200 Meter ohne Vordach und eine Breite von 102 Meter mit einer Nutzfläche von 28.500 Quadratmetern. Das Gebäude beherberg 1.000 Büros und 21 Sitzungssäle. Das Paul-Löbe-Haus beherberg drei Arbeitsbereiche des Deutschen Bundestages: die Ausschüsse, Öffentlichkeitsarbeit und Besucherbetreuung. Die Ausschüsse sind vorbereitende Beschlussorgane des Bundestages und wichtiger als das Plenum, in dem dann die Abstimmung erfolgt.
Architektonisch gehört das Paul-Löbe-Haus zum Band des Bundes, das von den Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank entworfen wurde, den Realisierungswettbewerb gewann der Architekt Stephan Braunfels für das Paul-Löbe- und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Beide Gebäude bilden eine optische Einheit durch die zusammenpassenden Konturen der Dachkanten und symbolisieren die Einheit von Ost und West. Die verbindende Brücke wird als "Sprung über die Spree" bezeichnet. Schade, dass sich hier zwei Brücken befinden, die eine für die Öffentlichkeit und die andere höher gelegene - mit einem wunderbaren Blick über die Spree - ist den Abgeordneten und Bundesangestellten vorbehalten, damit ihnen das Volk nicht zu nahe kommt. Außerdem gibt es einen Tunnel, der das Reichstagsgebäude, das Jakob-Kaiser-, das Marie-Elisabeth-Lüders- und das Paul-Löbe-Haus unterirdisch verbindet.
Der Grundstein wurde am 28. April 1997 durch Rita Süßmuth gelegt und das Gebäude 2001 bezogen.
Im Paul-Löbe-Haus finden thematisch passende Ausstellungen statt, die allerdings nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden können.
Im Restaurant des Gebäudes kann man nachts "Lammers Lampenladen" in Anlehnung an "Erichs Lampenladen", der die Beleuchtung im Palast der Republik bezeichnete, bewundern.


Standort: Koordinaten: 52° 31′ 8,2″ N, 13° 24′ 8,1″ O
Das DDR Museum befindet sich gegenüber des Lustgartens - auf der Rückseite des Berliner Doms über die Spree - unter dem ehemaligen Palasthotels. Das DDR Museum stellt auf einer Größe von ca. 2.000 Quadratmetern Exponate aus dem Leben in der DDR aus. In Modellen wird der Besucher animiert sich interaktiv mit der DDR auseinander zusetzen. Hier darf der Besucher die Schubladen des Schreibtisches eines Funktionärs öffnen oder auf dem typischen Sofa in einem Plattenbau-Wohnzimmer Platz nehmen.
Im Verhörraum, der der Gefängniszelle üblicherweise vorausging, unterzieht sich der Besucher einem intensiven und langwierigen Verhör, aus dem er nur als Verlierer herauskommt.
Mein Guide Hans-Michael Schulze erklärt mir, dass Lehrer von ihren Schülern erstaunt werden, weil diese sich plötzlich für ein Thema interessieren, was bis zum Besuch des DDR Museum immer ein Pflichtteil im Programm war. Und plötzlich vergessen die jungen Leute, dass sie noch so viele andere Sachen auf dem Plan hatten und bleiben und bleiben und bleiben.
Nicht nur Schüler werden in den Bann des DDR Museums gezogen, das DDR Museum ist zum zweiten Mal für den "European Museum of the Year Award" (2008 und 2012) nominiert.
Das Projekt DDR Museum wurde am 15. Juli 2006 eröffnet, nachdem der Ethnologe Peter Kenzelmann bei einem Berlin Besuch vergebens nach einem DDR Museum suchte. 2010 wurde das Museum um ca. 1.000 Quadratmeter erweitert.
Das DDR Museum ist in Themen gegliedert, die die meisten Lebensbereiche eines DDR Bürgers berühren, wie Verkehr, Stasi, Einkaufen, Mode, Wohnen, DDR-Produkte, Frau und Familie, Bildung, Berufe, Bürokratie, Jugend, Freizeit, Wirtschaft, Führung....
Es gibt Erstaunliches zu sehen, zu fühlen und zu lernen,... Ich wusste zum Beispiel nicht, dass westdeutsche Industrieunternehmen in der DDR, als Billiglohnland, Waren produzieren liessen oder, dass die Hymne der DDR nur instrumental aufgeführt wurde, nachdem Willy Brandt 1972 Willy Stoph gegenüber erklärte, "Sie selbst singen doch in ihrer Hymne von Deutschland, einig Vaterland".
Das DDR Museum bietet neben den Führungen durch das Museum auch themenbezogene Gruppenführungen in Berliner Stadtteilen an.
An das Museum ist das DDR-Restaurant Domklause angegliedert, hier gibt es stilgerecht: Broiler mit Sättigungsbeilage, Jägerschnitzel auf pikanter Tomatensoße oder Steak au four - alles nach DDR Rezepten und unter dem Wandbild von Ronald Paris "Lob des Kommunismus".
Die Öffnungszeiten sind Sonntag - Freitag 10.00 Uhr - 20.00 Uhr und Samstag 10.00 - 22.00 Uhr
Am besten ist das DDR Museum mit dem Bus 100 und 200 Haltestelle "Lustgarten" zu erreichen.
Die Eintrittspreise für das DDR Museum betragen Euro 6,00 und ermäßigt Euro 4,00 pro Person, Gruppen zahlen den ermäßigten Eintrittspreis pro Person und Schülergruppen zahlen Euro 3,50 pro Schüler.



Standort: Koordinaten: 52° 31′ 5″ N, 13° 23′ 44″ O
Die Neue Wache liegt in direkter Nähe zum Stadtschloss. Das Gebäude wurde in Gedenken an die Gefallenen der Napoleonischen Kriege und als Haupt- und Königswache von Karl Friedrich Schinkel in Anlehnung an ein römisches Castrum entworfen und um einen dorischen Porticus ergänzt - unter Friedrich Wilhelm III. wurde das freistehende Gebäude zwischen 1816-1818 errichtet.
Mit Niedergang der Monarchie wurde die Haupt- und Königswache nicht mehr genutzt. Erst 1930-1931 wurde sie zum Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges nach Entwürfen Heinrich Tessenows zu einer Gedenkhalle mit kreisrundem offenen Oberlicht umgebaut.
Die nächste Zerstörung erfolgt im 2. Weltkrieg, danach wurde das Gebäude zur Gedächtnisstätte für die Opfer des Faschismus und Militarismus unter Heinz Mehlen wieder aufgebaut. Anlässlich des 20. Jahrestages der DDR-Gründung wurde eine ewige Flamme in einem "Glassarg" im Zentrum des ansonsten leeren Raumes platziert.
Nach der Wiedervereinigung wurde anlässlich des Volkstrauertages 1993 die Neue Wache als "Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland" wieder einer Bestimmung zugeführt. Im leeren Raum befindet sich eine vergrößerte Replike der Skulptur Pietà von Käthe Kollwitz "Mutter mit totem Sohn".


mittwochs gab es die große Wachablösung vor der "Neuen Wache" - Unter den Linden. Wachwechsel im Exerzierschritt ca. 2:30 - 5:00. Im Hintergrund der "Palast der Republik"
Standort: Koordinaten: 52° 33′ 23″ N, 13° 21′ 9″ O
Das Schillerdenkmal im Schillerpark ist eine Kopie des Schillerdenkmals auf dem Gendarmenmarkt von Reinhold Begas. Das Denkmal bildet Friedrich Schiller auf einem Sockel ab, umgeben von vier Frauenfiguren als Allegorien, die die Schaffensgebiete Schillers darstellen: die Lyrik mit der Schwanenhals-Harfe, die Tragödie mit Maske und Dolch versehen, die Geschichte mit Schreibtafel und Feder, auf der Tafel werden weitere deutsche Dichter genannt: Goethe, Kant und Lessing, und die Philosophie mit einer Schriftrolle.
Der Schillerpark ist der erste Volkspark Berlins mit einer Größe von 30 ha, der Schillerpark wurde zwischen 1909 und 1913 angelegt. Obwohl der Friedrichshain älter ist, gilt der Schillerpark als der erste Volkspark, da er zur körperlichen sowie seelischen Erholung für die Großstadtbevölkerung angelegt wurde. 1907 wurde ein Wettbewerb ausgelobt, insgesamt wurden 105 Arbeiten eingereicht, darunter die von Friedrich Bauer mit dem Titel "Freude schöner Götterfunken". Bauer sah großzügige Liegeflächen und Spielwiesen vor. Frühere Parks wurden in Anlehnung an herrschaftliche Parks und Gärten angelegt, der Schillerpark dagegen sollte der sportlichen Betätigung und Erholung dienen. Der erste im Park gepflanzte Baum ist die Schillereiche, die vom Geburtsort Schillers Marbach am Neckar herangeschafft wurde. Der Schillerpark ist fast unverändert erhalten geblieben und zählt heute zu den Bodendenkmälern in Berlin.
Seit dem 7. Juli 2008 hat Berlin sechs Siedlungen der Moderne die zum UNESCO Welterbe zählen.
Standort: Koordinaten: 52° 34′ N, 13° 21′ O
Die Siedlung am Schillerpark im Wedding gilt als erstes Großstädtisches Wohnprojekt der Weimarer Republik. Die Siedlung wurde von Bruno Taut entworfen, erste Pläne gab es bereits 1914. Bruno Taut baute diese Siedlung in zwei bis vier geschossigen kleineren Baueinheiten, die durch die offenen Balkone und die strukturierten Wandflächen aus rotem Backstein äußerst luftig wirken. Die Häuser wurden mit Flachdächern gedeckt und gelten somit als erste ihrer Art in Berlin. Die Wohnungen waren mit Balkonen oder Loggien ausgestattet und verfügten über Badezimmer. Insgesamt handelte es sich um sehr großzügige Wohnungen, außerdem wurden die Außenbereiche begrünt und es wurden Kinderspielplätze geschaffen.
Standort: Koordinaten: 52° 34′ 9″ N, 13° 21′ 10″ O
Die Weisse Stadt, die bereits vor dem Ersten Weltkrieg geplant wurde, sollte der Wohnungsnot begegnen und wurde erst zur Bauaustellung 1931 erstellt. Die Architekten Bruno Ahrends, Wilhelm Büsing und Otto Rudolf Salvisberg, die Planung der Gartenanlagen und Grünflächen wurden von Ludwig Lesser, dem ersten freischaffenden Gartenarchitekt Deutschlands, erstellt. Es entstanden fast 1.300 Wohnungen in Bauten mit zwei bis fünf Geschossen. Die Wohnungen sind nach heutigem Stand relativ beengt, verfügten aber alle über Balkon oder Loggia und Bad, fast alle Wohnungen waren bereits mit Zentralheizung, die über ein eigenes Heizkraftwerk gespeist wurden, ausgestattet. Für die Wäsche wurden eigene Gemeinschaftswaschküchen vorgesehen. Zu den markantesten Gebäuden gehört das Brückenhaus, das über die Schillerpromenade (heute Aroser Allee) gebaut und von Otto Rudolf Salvisberg entworfen wurde. Aufgrund des weissen Putzes der Siedlung wurde sie von den Berlinern Weisse Stadt getauft.
Standort: Koordinaten: 52° 32′ 50″ N, 13° 21′ 35″ O
Die alte Nazarethkirche am Leopoldplatz im Wedding (Bezirk Mitte) wurde von Karl Friedrich Schinkel, als eine von 4 Kirchen für die Berlinervorstädte entworfen. Diese Kirche wurde 1835 eingeweiht. Diese Kirche wurde weitgehend in ihrer äußeren Erscheinung erhalten - ein geplanter Glockenturm mit verbindendem Arkadengang wurden nicht ausgeführt, da eine Umgestaltung bzw. ein Ausbau nicht mehr stattfand. Nachdem die Kirche für die Gemeinde zu klein war, wurde auf dem angrenzenden Platz eine viel größere Kirche für den Gottesdienst errichtet. Seither wurde die alte Nazarethkirche für die Diakonie genutzt. Im Innenraum fanden umfangreiche Umgestaltungen statt, um den hohen Innenraum zu unterteilen und zusätzliche Räume zu schaffen.
Standort: Koordinaten: 52° 32′ 45″ N, 13° 20′ 51″ O
Das Anti-Kriegsmuseum wurde bereits 1923 von Ernst Friedrich gegründet. Nachdem die Nazis das Museum 1933 schlossen siedelte Ernst Friedrich mit dem Museum nach Brüssel um. Am 2. Mai 1982 wurde das Museum wieder in Berlin eröffnet.
Heute befindet sich dieses kleine als Verein geführte Museum in einem Ladenlokal in der Brüsseler Strasse in Berlin Wedding.
Das Museum bietet eine umfassende Information rund um Kriege und deren Auswirkungen.
Anti-Kriegs-Museum in der Brüsseler Strasse 21, 13353 Berlin Wedding, Öffnungszeiten Montag - Sonntag von 16.00 bis 20.00 Uhr, der Eintritt ist frei.
Standort: Koordinaten: 52° 30′ 59″ N, 13° 22′ 40″ O
"Jleich wenn Se 'rin komm', links!", so beschrieb Max Liebermann seinen Gästen den Weg. Gemeint ist damit das erste Haus hinter dem Brandenburger Tor auf dem Pariser Platz, das zu Liebermanns Zeiten der Eingang zu Berlin war. Heute steht es mitten in der Hauptstadt, das Brandenburger Tor wurde nicht verrückt, die Hauptstadt hat sich verändert.
Das Brandenburger Tor wurde auf Anweisung von Friedrich Wilhelm II von Carl Gotthard Langhans errichtet und ist seither das wichtigste Wahrzeichen Berlins, mal imposant, mal tragisch und heute eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Das Brandenburger Tor ist von der einen Seite das Entrée von Berlin und auf der anderen Seite das Ende der Strasse "Unter den Linden". Es war das Symbol des kalten Krieges und wurde zum Wahrzeichen der Wiedervereinigung. Hier sprach am 12. Juni 1987 Ronald Reagan die Worte: "Mr. Gorbachev, open this Gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!"
Berlin-Kreuzberg als die Mauer noch das Leben bestimmte und die Trümmer allgegenwärtig waren. Düstere Episode in der deutsch-deutschen Geschichte, die Bilder von damals lassen ein wenig ahnen wie Kreuzberg wirklich war.
Berlin-Kreuzberg als die Mauer noch das Leben bestimmte und die Trümmer allgegenwärtig waren. Düstere Episode in der deutsch-deutschen Geschichte, die Bilder von damals lassen ein wenig ahnen wie Kreuzberg wirklich war.

Standort: Koordinaten: 52° 29′ 10″ N, 13° 28′ 18″ O
Zum Gedenken der 80.000 sowjetischen Soldaten, die bei der Eroberung Berlins im zweiten Weltkrieg gefallen sind, wurde dieses beeindruckende Ehrenmal im Treptower Park errichtet und im Mai 1949 fertig gestellt. Die drei Berliner Ehrenmale für die sowjetischen Kämpfer wurden maßgeblich bei den Wiedervereinigungsbestrebungen von der sowjetischen Seite als Druckmittel eingesetzt. Die Bundesrepublik verpflichtete sich in den Verhandlungen die bestehenden Ehrenmale dauerhaft zu pflegen, erhalten und zu restaurieren, Veränderungen an den Ehrenmalen bedürfen der Zustimmung der russischen Föderation. Bei den Ehrenmalen handelt es sich um Soldatenfriedhöfe und Gedenkstätten.
Nach Maueröffnung und vor Wiedervereinigung beschmierten a, 28. Dezember 1989 Unbekannte große Teile des Ehrenmals im Treptower Park mit antisowjetischen Parolen. Diese Aktion wurde den Rechtsradikalen zugeschrieben und bewirkte eine Demonstration mit mehr als 250.000 Teilnehmern gegen die rechtsextrem Szene.
Standort: Koordinaten: 52° 31′ 9″ N, 13° 24′ 4″ O
Grundsteinlegung für diesen prachtvollen Kirchenbau war der 17. Juni 1894, die Gestaltung wurde unter der Regie von Wilhelm II von dem Architekten Julius Raschdorff ausgeführt. Mit fünfjähriger Verzögerung der Fertigstellung wurde das Gotteshaus am 27. Februar 1905 eingeweiht. Im zweiten Weltkrieg erlitt der Berliner Dom schwere Schäden. der größte Schaden wurde ihm am 24. Mai 1944 bei einem der schwersten Luftangriffe auf Berlin zugefügt. Durch diesen Angriff wurde ein Behälter mit Brennstoff entzündet, die Feuerwehr konnte nicht an den Brandherd gelangen und das Feuer bekämpfen, daraufhin stürzte die Kuppellaterne in das Kircheninnere, durchschlug den Kirchenboden und zerstörte große Teile der Hohenzollerngruft.
Der Wiederaufbau und Restaurierung der Domkirche begannen bereits 1975, die letzten großen Arbeiten betrafen das Kuppelkreuz, das erst am 19. August 2008 nach kompletter Restaurierung und neuem Überzug mit 1,5 kg Blattgold für eine Restaurierungssumme von 1,2 Mio. Euro auf seinen alten Platz gestellt wurde.
Standort: Koordinaten: 52° 30′ 50″ N, 13° 22′ 44″ O
oder auch Holocaust-Mahnmal genannt, ist mit seinen 19.000 Quadratmetern Fläche, 2.711 Stelen mit einer Höhe zwischen ebenerdig und 4,7 Metern, ein beeindruckendes Denkmal, das gerade von Jugendgruppen und Schulklassen als Spiel- und Tobeplatz missverstanden wird.
Das Mahnmal befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Brandenburger Tor, von hier aus ist es ein Katzensprung zur Topographie des Terrors.
Standort: Koordinaten: 52° 31′ 0″ N, 13° 24′ 26″ O
Am Standort der Nikolaikirche aus dem 12. Jahrhundert entwickelte sich Berlin. Am westlichen Ufer der Spree lag Cölln und am östlichen Ufer lag Berlin. Berlin war zu dieser Zeit etwas größer als Cölln.
Cölln wird bereits 1237 erstmalig schriftlich erwähnt, Berlins Erwähnung folgte 7 Jahre später. 1307 wurden die beiden Orte zur Doppelstadt Berlin-Cölln vereint. Berlin-Cölln entwickelte sich zu einem bedeutenden Handelsplatz und trat im 14. Jahrhundert der Hanse bei. Außer einem ständigen Umbau der Nikolaikirche blieb das Zentrum weitgehend erhalten. Heute ist das Nikolaiviertel ein Touristenmagnet mit seinen ursprünglichen winkligen Gassen und alten Hausfassaden. Direkt am Spreeufer steht die beeindruckende Skulptur des St. Georg im Kampf mit dem Drachen.
Standort: Koordinaten: 52° 27′ 14,9″ N, 13° 18′ 24″ O
Der Botanische Garten findet sich seit dem 13. April 1903 an seinem jetzigen Standort. Neben umfangreichen Außenanlagen laden besonders bei schlechtem Wetter oder zur kalten Jahreszeit die ausgedehnten und thematisch organisierten wunderbaren und zusammenhängenden Gewächshäuser ein. Ein besonderes Highlight ist allein wegen seiner Größe das große Tropenhaus.
Dieser Ort ist besonders für Personen geeignet, die den Trubel der Großstadt hinter sich lassen wollen und sich Zeit nehmen, um die außergewöhnliche Flore zu entdecken.



Standort: Koordinaten: 52° 30′ 27″ N, 13° 23′ 25″ O
Der wohl bekanntestes Grenzübergang der geteilten Stadt. Dieser Grenzübergang war von 1961 bis 1990 Diplomaten und den westlichen Alliierten vorbehalten, um von West- nach Ostberlin zu wechseln und zurück. Zahlreiche Vorfälle am Checkpoint Charlie besonders in der ersten Zeit nach Mauerbau beunruhigten die Berliner Bevölkerung und Politiker, einige Vorfälle hätten leicht zum Ende des kalten Krieges und Beginn des 3. Weltkriegs führen können.

Standort: Koordinaten: 52° 30′ 53″ N, 13° 14′ 22″ O
Das Olympiastadion liegt am U-Bahnhof Olympiastadion U2 (derzeit aufgrund von Bauarbeiten U12) und am S-Bahnhof Olympiastadion S3 und S75 im Westen der Stadt im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf an der Grenze zum Bezirk Spandau.
Seit August 2011 ist das Olypiastadion für Besucher zugänglich bei einem Eintrittspreis von € 7,00 für Erwachsene. Der Besuchsbereich umfasst den Zugang zum Stadion, zum Maifeld und Glockenturm und Ausstellungen sowie den Bereich der von den Spielern der Hertha BSC genutzt wird.
Das Olympiastadion wurde für die Sommerspiele 1936 gebaut und spiegelt die Architektur des 3. Reiches wieder. Die "olympische Glocke" steht am Südeingang des Stadions, bei genauer Betrachtung ist am Fuss der Glocke noch das Eiserne Kreuz des Regimes teilweis zu erkennen.

Standort: Koordinaten: 52° 28′ 27″ N, 13° 26′ 46″ O
Das alte Zentrum des Ortsteils Neukölln entstand aus den Ansiedlungen Böhmisch-Rixdorf und Deutsch-Rixdorf. Der böhmische Ortsteil ist heute noch an vielen Stellen erhalten, insbesondere am Richardplatz nördlicher Teil mit der alten Dorfschmiede auf dem Dorfanger und in der Kirchgasse, die von der Richardstrasse abgeht. Der Ortsteil Deutsch-Rixdorf ist nur noch in Ansätzen auf dem historischen Richardplatz südlicher Teil erahnbar.
Nach der Schlacht am Weißen Berg (1620) flüchteten böhmische Protestanten aus ihrer Heimat, um der Rekatholisierung zu entkommen. Erste Flüchtlinge wurden in Potsdam angesiedelt, auf Anregung Friedrich Wilhelm I. fand ab 1737 dann die Ansiedlung in Rixdorf statt, 1737 kamen 350 Böhmen und wurden hier ansässig.

Standort: Koordinaten: 52° 31′ 6″ N, 13° 24′ 15″ O
Das Marx-Engels-Forum befindet sich nach seiner geringfügigen zeitweisen Verlegung im kleinen Wäldchen zwischen Rotes Rathaus und der Spree, südlich der Karl-Liebknecht-Straße und östlich der Spandauer Straße. Die 1986 von Ludwig Engelhardt erstellte überlebensgroße Bronzefigur mit 3,85 Meter Höhe zeigt Marx sitzend und Engels stehend. Dahinter findet sich eine Reliefwand aus Marmor von Werner Stötzer mit Darstellungen von Menschen in kapitalistischer Umgebung. Dem gegenüber werden befreite Menschen auf Bronzereliefs von Margret Middel gezeigt. Ursprünglich waren die einzelnen Darstellungen großzügig und weiträumig angeordnet, aufgrund der Versetzung für die Neugestaltung wurden sie eng zusammengeschoben.

Standort: Koordinaten: 52° 30′ 25″ N, 13° 22′ 58″ O
In der ehemaligen Prinz-Albrecht-Strasse befand sich im Dritten Reich das Hauptquartier der Gestapo. Heute heisst diese Strasse Niederkirchnerstrasse und beherbergt die Dauerausstellung "Topographie des Terrors". Mit eindringlichen und sehr informativen Schautafeln wird die politische Entwicklung im letzten Jahrhundert bis zum Ende des kalten Krieges dargestellt. Hauptaugenmerk liegt auf der Zeit 1933 - 1945 mit der Dauerausstellung "Zwischen Propaganda und Terror".
Standort: Koordinaten: 52° 32′ 6″ N, 13° 23′ 23″ O
Die Berliner Mauer, die nach 9 jähriger Vorbereitungszeit durch die Deutsche Demokratische Republik am 13. August 1961 durch einen ersten undurchlässigen Schutzwall entstand und im Laufe von fast zwei Jahrzehnten zu einer unüberwindlichen Grenzanlage ausgebaut wurde, ist heute an keiner Stelle in Berlin in ihrer früheren Brutalität erkennbar.
Die heutigen Reste der Mauer sind Verniedlichungen eines Todesstreifens zu einem fotogenen Motiv. In der Bernauer Straße, von der Brunnenstraße bis über die Ackerstraße, wurde ein anschauliches Mauerdenkmal gesetzt mit vielen Schautafeln, Audiodokumenten und Ausgrabungen. In diesem Stück Mauergeschichte wird deutlich dargestellt, welchen Einfluß die Staatssicherheit auf ihre Bürger und Informanten ausübte, um den "antifaschistischen Schutzwall" undurchlässig zu machen. Die Aufforderung: "den Flüchtling bereits an seiner eigenen Wohnungstür zu fassen", konnte nur durch Einsatz von unzähligen Helfern umgesetzt werden. Jeder Versuch die Mauer zu überwinden zog eine Verstärkung des Schutzwalles nach sich.
An der Ackerstraße findet sich die "Gedenkjstätte und Dokumentationszentrum Berliner Mauer"






Standort: Koordinaten: 52° 31′ 8″ N, 13° 21′ 55″ O
Die Kongresshalle in Berlin liegt im Großen Tiergarten einige hundert Meter in westlicher Richtung vom Reichstag und vom Bundeskanzleramt entfernt.
Die Kongresshalle wurde auf Initiative der USA für die Internationale Bauausstellung 1958 erbaut. Architekt war Hugh Stubbins, die von ihm entworfene moderne Konstruktion aus zwei Bögen Stahlbeton sollte auch im Ostteil der Stadt sichtbar sein und wurde deshalb auf einen künstlichen Hügel gebaut.
Während einer Konferenz des Rings Deutscher Makler am 21. Mai 1980 stürzte die Dachkonstruktion aufgrund von Konstruktionsmängeln und korrosionsfördernder Bauausführung ein.
Die Kongresshalle wurde 1987 wieder aufgebaut, nach einer dritten Sanierungswelle wurde sie am 21. August 2007 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute ist die Kongresshalle der Sitz des „Haus der Kulturen der Welt“.
Standort: Koordinaten: 52° 31′ 16″ N, 13° 24′ 36″ O
Der Berliner Fernsehturm ist mit einer Höhe von 368 Metern das höchste Gebäude Deutschlands und das viert höchste Europas. Er steht im Zentrum Berlins auf dem Alexanderplatz direkt neben der mittelalterlichen Marienkirche. Der Fernsehturm gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und zählt jährlich 1,2 Millionen Besucher.
Unter Walter Ulbricht wurde die Planung, die seit 1950 einer städtebaulichen Höhendominate als "Stadtkrone, die alles überragt und von der Sieghaftigkeit des Sozialismus kündet." in die Tat umgesetzt. Am 4. August 1965 war Baubeginn, die Fertigstellung erfolgte bis zum 3. Oktober 1969, an diesem Tag wurde der Fernsehturm von Walter Ulbricht eingeweiht und am 7. Oktober, zum Jahrestag der Gründung der DDR eröffnet.
Besucher können über zwei Lifte, die die Kugel innerhalb von 40 Sekunden erreichen auf zwei Ebenen 203 Meter auf der Aussichtsplattform und auf 207 Metern im Café den Blick über Berlin geniessen. Im Fernsehturm finden Trauungen statt, sie werden vom Standesamt Mitte durchgeführt.
Öffnungszeiten:
März - Oktober 09.00 Uhr - 24.00 Uhr
November - Februar 10.00 Uhr - 24.00 Uhr
Eintrittspreise:
an der Tageskasse
Erwachsene € 11,00, Kinder bis 16 Jahren € 7,00 und Kinder unter drei Jahren frei
im Webshop VIP-Tickets (hier clicken)
Erwachsene € 19,50 und Kinder bis 16 Jahre € 11,50
Für Rollstuhlfahrer ist der Zugang aufgrund baulicher und sicherheitstechnischer Bedingungen nicht möglich.
Ist die Sicht aufgrund schlechter Wetterbedingen nicht ausreichend, so kann sich der Besucher einen Gutschein geben lassen, der ihn zu einem erneuten Besuch berechtigt. Bitte an der Kasse erfragen.
Standort: Koordinaten: 52° 30′ 18,4″ N, 13° 26′ 21,9″ O
Die East Side Gallery ist der größte erhaltene zusammenhängende Teil der Berliner Mauer. Ihren Namen erhielt sie durch die Gestaltung der Mauerteile durch 118 Künstler im Frühjahr 1990. Auf einer Länge von 1.316 Metern findet sich die längste Open-Air-Galerie der Welt in Berlin-Friedrichshain auf der ehemaligen Ostseite der Berliner Mauer. Die Eröffnung fand am 28. September 1990 statt und seit 1991 steht dieser verbleibende Mauerstreifen unter Denkmalschutz. Umwelteinflüsse und mutwillige Beschädigung erfordern eine ständige Sanierung der Kunstwerke.



Standort: Koordinaten: 52° 31′ 11″ N, 13° 24′ 24″ O
Der Neptunbrunnen steht zwischen dem Berliner Fernsehturm und dem Schlossplatz gegenüber des Roten Rathauses. Ursprünglich stand der Brunnen vor dem Stadtschloss, die Diskussion wird geführt, ob er dort wieder aufgebaut werden soll.
Geschichte:
Der Neptunbrunnen war ein Geschenk des Berliner Magistrats an Kaiser Wilhelm II. Der Brunnen wurde von Reinhold Begas im Stile italienischer Brunnen entworfen und kam 1888 zur Ausführung. Am 1. November 1891 wurde der Neptunbrunnen eingeweiht. 1951 wurde der Brunnen nach Sprengung des Stadtschlosses abgetragen und eingelagert. 1969 wurde er restauriert am derzeitigen Standtort wieder aufgebaut.
Materialien und Maße:
Das Wasserbecken ist aus schwedischem Granit gefertigt, die Gott-, Menschen- und Wassertiergestalten sind aus Bronze gegossen. Mit einer Gesamthöhe von 10 Metern über drei Ebenen und einem Durchmesser von 18 Metern gehört der Neptunbrunnen zu den größten bildkünstlerisch gestalteten Brunnenanlagen der Welt.
Darstellung:
Neptun, griechischer Gott des Meeres mit Dreizack, umgeben von spielenden Kindern, wird von vier Tritonen auf einer Muschel getragen. Im Wasserbecken unterhalb der Neptunfigur finden sich wasserspeiende Meeres- und Flusstiere u.a. Krokodil und Wasserschlange. Am Rand des Beckens posieren vier überwiegend nackte Frauengestalten, die die Flüsse Rhein, Elbe, Oder und Weichsel verkörpern.
Standort: Koordinaten: 52° 31′ 7″ N, 13° 22′ 34″ O
Das Reichstagsgebäude am Platz der Republik nahe des Brandenburger Tors kann nur mit vorheriger Anmeldung besucht werden. Für die Anmeldung werden die Geburtsdaten aller Personen, die angemeldet werden benötigt.
Architext: Paul Wallot, Frankfurt/Main
Standort: Königsplatz / Platz der Repubik
Grundsteinlegung: 9. Juni 1884 durch Kaiser Wilhelm I
Baustil: Neorenaissance
geplante Kuppelhöhe: 85m
realisierte Kuppelhöhe: 75m in moderner Stahl- und Glaskonstruktion
Schlusssteinlegung: 15. Dezember 1894
Baukosten: 24 Millionen Reichsmark - finanziert durch französische Reparationszahlungen
Reichstagbrand: 28. Februar 1933
Wiederaufbau: 1955 - 1973 ohne Kuppel
Nutzung: Ausschuss- und Fraktionssitzungen, Plenarsitzungen waren nicht erlaubt
Reparaturkosten: 110 Millionen DM
Sanierung und Umbau: 1995 - 1999
Kuppel: gläserne Konstruktion mit spiralförmigem Aufgang
Umbaukosten: 600 Millionen DM
Sitz des Deutschen Bundestag: 7. September 1999
Besuch nur noch nach vorheriger Anmeldung
Standort: Koordinaten: 52° 30′ 57″ N, 13° 20′ 59″ O
Am Großen Stern, etwas versteckt zwischen den besser sichtbaren Denkmälern für Roon und Moltke, steht das große Bismarck Nationaldenkmal in Tiergarten. 1901 auf dem Königsplatz direkt vor dem Reichstagsgebäude von Reinhold Begas errichtet und wegen der Baupläne Albert Speers für die Welthauptstadt Germania 1938 an den Großen Stern verbannt. Die 6,6 Meter hohe Bronze des Reichskanzler Bismarck wird von erklärenden Figuren umgeben. Ursprünglich war das Denkmal in zwei halbkreisförmige Wasserbecken eingebettet und stand auf sieben Stufen heute sind es nur noch drei.


Standort: Koordinaten: 52° 30′ 52″ N, 13° 21′ 0″ O
Die Siegessäule sollte ursprünglich als Denkmal des Sieges Preußens im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 auf dem Königsplatz errichtet werden. 1866 kam der Sieg über Österreich und 1871 der Sieg über Frankreich hinzu. Diese drei Siege wurden durch die drei Segmente der Siegessäule dargestellt, mit krönendem Abschluss durch die Bronze der Viktoria. Der Bau der Siegessäule fand 1873 statt und zum Jahrestag der Schlacht bei Sedan wurde sie eingeweiht.
1938/1939 wurde die Siegessäule vom Königsplatz auf den heutigen Standort, Großer Stern, verschoben, um den Plänen Albert Speers für die Errichtung der Welthauptstadt Germania Raum zu schaffen. Die Siegessäule ist über vier Fussgängertunnel unter der Fahrbahn zu erreichen.
Die Siegessäule besteht aus poliertem Granit (Sockel) und vier sich nach oben verjüngenden Säulentrommeln aus Sandstein. An den drei unteren Säulentrommeln wurden insgesamt 60 Kanonenrohre aus den drei Kriegen angebracht und vergoldet. Die Aussichtsplattform ist ausschließlich über eine Wendeltreppe im Inneren der Säulentrommeln zu erreichen über 285 Stufen. Insgesamt hat die Siegessäule eine Höhe von 66,89 Metern. Die krönende Viktoria ist 8,30 Meter hoch, bei der letzten Restaurierung wurden 1,2 Kilo Blattgold neu aufgebracht.
